Kindertheater Kritiken

Antike Mauer-Power mit dem Divercitylab


MP
Lexikon | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017

Kriegszustand, Bewegung, Aufregung immer. Die Quader, die das Bühnenbild zu "Nirgends in Friede. Antigone" ergeben, werden in einem fort neu zusammengebaut. Unter anderem stehen sie für die Mauer um die antike Figur Antigone, als Strafe für deren Verstoß gegen das Verbot der Trauer um ihren Bruder. Und natürlich fehlt nicht die Trump-Anspielung. Corinne Eckenstein hat mit dem ersten Abschlussjahrgang der Performance-und Schauspielschule Divercitylab Darja Stockers Stück erarbeitet und mit Gedanken der Spieler angereichert, die, teils aus Kroatien oder der Türkei stammend, Krieg und Tyrannei reflektieren. Darüber hinaus wird ihnen vor allem körperliches Powern abverlangt -ihr in vier Jahren Gelerntes kommt kaum zur Geltung. Dadurch mutet die Inszenierung ein bisschen wie eine engagierte Schüleraufführung an. Ab 16 Jahren.

Dschungel Wien, Fr 19.30


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige