Eine Politik fürs Herz, die viele Tote fordert

In seinem Roman "Das ist bei uns nicht möglich" zeigt Sinclair Lewis, wie die USA doch in den Faschismus kippen


LEKTÜRE: KLAUS NÜCHTERN
Feuilleton | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017

Er ist ein ungehobelter Kerl, aber er ist immerhin "einer von euch". Er verspricht, den Einfluss der Wall Street einzuschränken, will das "echte" Amerika wieder zu einer stolzen Nation machen, zieht über die Lügenpresse her und will die frechen Mexikaner in ihre Schranken weisen. Und er wird aufgrund dieses Programms zum US-Präsidenten gewählt. Er heißt allerdings nicht Donald Trump, sondern Berzelius "Buzz" Windrip und ist eine Erfindung des amerikanischen Schriftstellers Sinclair Lewis, der ihn zum Protagonisten seiner 1935 erschienenen Polit-Satire "Das ist bei uns nicht möglich" gemacht hat.

"It Can't Happen Here", so der Originaltitel, ist ein klassisches Beispiel für das Genre der Alternate History, dem u.a. auch Philip K. Dicks "The Man in the High Castle"(1962), Otto Basils "Wenn das der Führer wüßte" (1966) oder Philip Roths "The Plot Against America"(2004) zugerechnet werden. Alternate-History-Romane sind Ausdruck des historischen Möglichkeitssinnes. Setzt sich bei

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