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Neues aus dem Wien Museum

Feuilleton | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017

Zuerst das Geld, dann die Widmung. Maria Vassilakou, Planungsstadträtin der Stadt Wien (Grüne), will erst dann die Widmung für den Umbau des Wien Museums am Karlsplatz dem Gemeinderat zum Beschluss vorlegen, wenn die Finanzierung des Projekts gesichert ist. Denn sonst könnte das Wien Museum so bleiben, wie es ist, während das danebenstehende Winterthur-Gebäude wächst. Was steckt dahinter? Seit letzter Woche liegt der Widmungsplan öffentlich auf, bis 29. Juni kann jeder, der will, eine schriftliche Stellungnahme abgeben. In dem Plan ist allerdings nicht nur die Aufstockung des Wien Museums nach den Plänen der österreichischen Architekten Winkler +Ruck und Ferdinand Certov, die den Architekturwettbewerb Ende 2015 gewannen, enthalten, sondern auch der Umbau des Winterthur-Gebäudes, das durch eine Brücke mit dem Wien Museum verbunden ist und der Zurich Versicherung gehört. Dafür wurde ein eigener -nicht öffentlicher -Wettbewerb durchgeführt. Wenn die Widmung einmal im Gemeinderat beschlossen ist, muss allerdings niemand mehr auf den anderen warten. Die Zurich Versicherung als privates Unternehmen könnte zu bauen beginnen, auch wenn das Wien Museum mit seiner Finanzierung hinterherhinkt. Am Ende könnte das Bürogebäude fertig sein und das Geld für das Museum fehlen. Ob die Stadt Wien den Umbau aus dem laufenden Budget stemmen kann oder ob eine Public-private-Partnership eingegangen werden muss, hätte bereits vor einem Jahr geklärt werden sollen. Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) versprach nun eine Entscheidung für Herbst dieses Jahres. Baubeginn wäre dann 2018.


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