Balkanroute? Islam? Burka? Heizpilz?

Ulrike Lunacek will in die Regierung. Aber wie? Ein Gespräch über die Themen, die Kurz und Strache stärken

INTERVIEW: FLORIAN KLENK, JOSEF REDL | Politik | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017


Foto: Heribert Corn

Ulrike Lunacek bittet ins Bobo-Kerngebiet, den Karmelitermarkt. Als sie hier im zweiten Bezirk zur Schule ging, wollte sie nur weg. Wien war kein Ort für Hedonisten, sondern „grau und schirch“. Nach acht Jahren im EU-Parlament ist Lunacek nun zurück gekehrt, um die Grünen als Nachfolgerin von Eva Glawischnig in die Wahl zu führen. Was im Gespräch mit der Spitzenkandidatin sofort auffällt: Sie formuliert freier als die meisten Politiker – und sie lacht deutlich mehr.

Falter: Frau Lunacek, beamen wir uns zurück ins Jahr 2015. Pro Tag kommen bis zu 10.000 Menschen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan. Die Griechen winken durch, die Ungarn auch, in Österreich ist das Dusika-Stadion belegt. Was hätten Sie als Außenministerin anderes gemacht, als die Balkanroute zu schließen?

Ulrike Lunacek: Ich hätte als Außen- und EU-Ministerin einen Rat der EU-Minister einberufen, um einerseits für gute Betreuung der Flüchtlinge in Griechenland zu sorgen und andererseits darauf zu schauen, dass die Flüchtlinge in der ganzen EU verteilt werden. Ich hätte vor der Schließung die EU-Kommission, Deutschland und Griechenland eingebunden. Wäre ich Politikerin innerhalb der Europäischen Volkspartei gewesen, hätte ich auf die Bürgermeister europaweit eingewirkt.

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