Orbáns doppeltes Spiel

Der Streit um die Soros-Universität wird für Viktor Orbán gefährlich: Tausende protestieren in Budapest gegen die geplante Schließung der CEU und die Europäische Volkspartei geht immer mehr auf Distanz zu Fidesz

BERICHT: CLAUS HEINRICH | Politik | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017

Hat Viktor Orbán den Bogen überspannt? Der ungarische Regierungschef gilt in Brüssel längst als "Double Face", als Mann mit den zwei Gesichtern, berichtet Péter Niedermüller, Abgeordneter der ungarischen Demokratikus Koalíció (Demokratische Koalition) im Europäischen Parlament. In den Verhandlungen mit den europäischen Institutionen gibt er sich stets konziliant, zu Hause in Ungarn prahlt er dann damit, wieder eine Schlacht in Brüssel gewonnen zu haben, so Niedermüller. Das gilt zum Beispiel für den Streit über das umstrittene Hochschulgesetz, das der vom ungarisch-stämmigen US-Milliardär George Soros gestifteten Central European University CEU in Budapest den Garaus machen soll.

Orbán kann den liberalen und weltgewandten Geist der Uni offenbar nicht ertragen und will nun untersagen, dass auf ungarischem Boden auch internationale Abschlüsse vergeben werden können. Das verstößt vehement gegen die Freiheit von Wissenschaft und Forschung, zürnt Manfred Weber, Fraktionsvorsitzender

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