Musiktheater Kritik

Karussell der Eifersucht in einem Narrenhaus

HR | Lexikon | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017

La scuola de' gelosi" entpuppte sich als genialer Vorgriff auf die Da-Ponte-Opern und lohnende Wiederentdeckung. Die bestens vorbereiteten Sänger glänzen in grandiosen Arien und Ensembles. Antonio Salieri begann später auch mit der Vertonung einer "Scuola degli amanti", überließ diese jedoch Mozart, der daraus "Così fan tutte" machte. Auch in "Die Schule der Eifersucht" gibt es einen Philosophen als Drahtzieher, der eine ob des Weiberhelden-Gatten wehmütige Gräfin und einen krankhaft eifersüchtigen Kaufmann so umdreht, dass ihre Partner am Ende selbst zu Eifersüchtigen werden. Mit tollen Kostümen in einem Drehtürenbühnenbild inszeniert das Jean Renshaw gekonnt und witzig karikierend als Narrenhaus samt spionierendem Dienstmädchen mit Bügelbrett und Staubsauger.

Kammeroper, Mo, Do 19.00


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