Wenn die Versicherung krank macht

Immer mehr Österreicher arbeiten selbstständig. Die Geringverdiener unter ihnen straucheln seit Jahren wegen ihrer SVA-Abgaben

BERICHT: BENJAMIN BREITEGGER | Politik | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017

Irene Weser macht etwas krank, das sie eigentlich gesund halten sollte: ihre Krankenversicherung. Anfang März bekam die 27-Jährige eine Quartalsvorschreibung der gewerblichen Sozialversicherung SVA, 1300 Euro, viel Geld für Weser. Sie ist kein fauler Mensch, abends geht sie oft um 22 Uhr von ihrem Platz im Gemeinschaftsbüro nach Hause - und trotzdem reicht ihr Verdienst kaum zum Leben. Weser schämt sich dafür, und deswegen heißt sie eigentlich anders.

Als Fotografin führt sie eines von 305.000 Einpersonenunternehmen, die bei der Wirtschaftskammer eingetragen sind. Weitere 50.000 sind als Neue Selbstständige gemeldet, jedes Jahr um die 2000 mehr. Es sind neben Fotografinnen auch Taxifahrer, Autoren und Künstlerinnen, Paketzusteller und Pflegerinnen.

Gemeinsam haben diese unterschiedlichen Berufe, dass jene, die sie ausüben, bei der SVA pflichtversichert sind. Und weil sich die Geringverdiener unter ihnen ihre Versicherungsbeiträge von rund 28 Prozent kaum leisten können, haben

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