"Lasst das Dorf leben!"

Das Problem der ländlichen Gebiete ist für "Dorfpapst" Gerhard Henkel die Arroganz, die sie erfahren


INTERVIEW: GERLINDE PÖLSLER
Landleben | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017


Illustration: Bianca Tschaikner

Leerstehende Häuser, Stille im Ortszentrum. Die Jungen gehen vom Dorf weg, die Älteren bleiben zurück. Der letzte Gasthof zieht die Vorhänge zu, Geschäft, Bank und Schule sind ohnehin schon lange weg. Kann man halt nichts machen? Kann man doch, sagt der Humangeograf Gerhard Henkel (73). Der frühere Professor an der Universität Duisburg-Essen ist in Deutschland als „Dorfpapst“ bekannt und hat mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten zum ländlichen Raum veröffentlicht.

In seinem jüngsten Buch, „Rettet das Dorf!“, fordert Henkel die Eliten in Politik, Wissenschaft und Medien auf, ihre Arroganz der „Provinz“ gegenüber einzupacken. Ein Beispiel dafür sei die Schließungen kleinerer Schulen, wie sie auch in Österreich stattfinden, aktuell etwa in Kärnten und der Steiermark. Solche Maßnahmen würden auch die Demokratie gefährden.

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