Nüchtern betrachtet

In einer eisvogelblauen Herrenhandschrift


Klaus Nüchtern
Feuilleton | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017

In den vergangenen zwei Monaten habe ich mich mit zwei alten Schulfreunden circa so oft getroffen wie in den zwei Jahrzehnten davor. Es waren entgegen allen Klischees zwei durchaus unsentimentale und auch getränkemäßig sehr zivile Abende, an denen mir die eigenen Unzulänglichkeiten insofern auf erträgliche Weise vor Augen geführt wurden, als auch gleich Trost und Abhilfe bereitgestellt wurden. Denn es ist einerseits zwar ein bisschen peinlich, wenn man auf seine Erinnerungslücken verwiesen wird, aber andererseits schön, wenn jemand anderer diese zu füllen weiß. Das ist auch der Grund, warum man weniger wird, wenn jemand aus dem Leben, das man einst mit ihm oder ihr geteilt hat, verschwindet.

Hingegen nimmt zu, wer gewisse Vorlieben und Leidenschaften mit jemandem teilen kann, und das gilt nicht nur für Produkte aus der Sektion Bratl & Bier, sondern etwa auch für Fernsehserien mit der Schauspielerin Michelle Forbes. Und schließlich ist es sogar bereichernd, wenn sich andere für

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