Jungfrau


MD
Feuilleton | aus FALTER 21/17 vom 24.05.2017

Positive Eigenschaften: pflichtbewusst, hilfsbereit

Negative Eigenschaften: rechthaberisch, pingelig

Monika Sommer, Haus der Geschichte

Die neue Direktorin des Hauses der Geschichte Österreich (HGÖ), Monika Sommer, 43, hat wenig Zeit für Interviews, typisch für eine Jungfrau, die sich ganz auf die Arbeit konzentriert. Ihre berufliche Laufbahn begann Sommer 2003 am Wien Museum, wo sie als Assistentin des Ex-Direktors Wolfgang Kos lernte, mit kreativem Management umzugehen. Sommer ist Linzerin und studierte in Graz Geschichte, sie beschäftigte sich wissenschaftlich mit der Frage, inwiefern museale Sammlungen das Bild einer Stadt oder einer Nation prägen. 2014 verließ sie das Wien Museum, um das Kulturprogramm des Europäischen Forums Alpbach zu leiten. An ihrem neuen Arbeitsplatz, der zur Österreichischen Nationalbibliothek gehört, fängt sie bei null an. Da das HGÖ keine Sammlung besitzt, muss Sommer erst Ausstellungsobjekte zusammentragen und einen Teil der Neuen Burg für die museale Verwendung herrichten. Sommer beschreibt sich als neugierig und entscheidungsfreudig. Freundinnen sagen, sie habe ein Gestaltungsgen. Die gute Arbeitsmoral ihres Sternzeichens kommt ihr zugute: Bereits im November 2018 muss das HGÖ eröffnet werden, denn da feiert die Republik ihren 100. Geburtstag.

Udo Jürgens oder Voodoo Jürgens?

Beide - da gibt es für mich kein Entweder-oder.

Ihr kulturelles Highlight 2016?

Die Ausstellung "Zwangsarbeit im Nationalsozialismus" im Museum Arbeitswelt Steyr.

Sind Sie für oder gegen ein Burkaverbot?

Das Burkaverbot ist ein Thema, das im Haus der Geschichte Österreich diskutiert werden könnte.


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