Wiedergelesen Bücher, entstaubt

Drozdas Magisterarbeit


Barbara Tóth

Politik | aus FALTER 22/17 vom 31.05.2017

140 Seiten dicht beschriebener Text, ein Anhang mit einem Abbildungsteil und vier Seiten Literaturverzeichnis: Thomas Drozdas Diplomarbeit aus dem Jahr 1989 muss den Vergleich mit modernen Masterarbeiten vom Umfang her jedenfalls nicht scheuen. Die Arbeit des heutigen Kulturministers steht unter Plagiatsverdacht, zumindest berichtete Servus TV, dass einige Passagen der Arbeit nicht korrekt als Zitat gekennzeichnet seien. Drozda hat seine Universität, die Johannes Kepler Uni in Linz, daraufhin um eine Prüfung seiner Arbeit gebeten. Das Ergebnis steht noch aus.

Kurz zuvor musste sich auch der von Drozda zum neuen Staatsoperndirektor berufene Kulturmanager Bogdan Roščić den Vorwurf des Plagiats bei seiner Dissertation gefallen lassen. Plagiatsjäger wie Stefan Weber sind also beschäftigt. Ein Schelm, wer hinter solchen Vorwürfen politische oder persönliche Motive wittert.

Aber interessiert sich jemand abseits der Plagiatsfahndung eigentlich auch noch dafür, was später Prominente in

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