Menschen

Frühlingsnachtskonzerte

Reini Hackl Lukas Matzinger | Falters Zoo | aus FALTER 22/17 vom 31.05.2017

Die Stadt blüht auf vor lauter Festivals und Conventions und Partys und Konzerten und Gastgärten, dass es im Grunde genommen nur so eine Freude ist. Zum Beispiel war vergangene Woche Christi Himmelfahrt und damit das Sommernachtskonzert in Schönbrunn. Ein "Geschenk der Philharmoniker an die Wiener", wie sie es selbst nennen, und natürlich eine Werbung für das Orchester und die Stadt, zumal die Aufnahmen an mehr als 80 Fernsehanstalten verkauft wurden. Heuer stand die Bühne erstmals andersrum, mit dem Rücken zum Schloss, der Gloriette zugewandt. Es dirigierte der Deutsche Christoph Eschenbach Lieder aus dem Themengebiet "Märchen und Mythen". Da durfte sogar eins von Harry Potter dabei sein. Circa die Hälfte der Derzeitminister war da.

Was dem gesetzteren Publikum das Sommernachtskonzert ist, könnte den Jungen irgendwann einmal das Donaukanaltreiben sein. Da spielen zwei Tage lang Bands und DJs entlang des Kanals, und es gibt kleine Wagen mit Essen und Trinken, und heuer war so viel los, dass man phasenweise nicht mehr vorankam. Apropos Festivalessen: Am Wochenende gab es tatsächlich zwei eigene große Foodfestivals in Wien: eines für Cevapcici, eines für Gulasch, beide im Donaupark. Wie die ausgegangen sind, steht auf Seite 40.

Jetzt ein wenig was in eigener Sache. Am Samstag, Sonntag und Montag war Falter-Chefredakteur Florian Klenk Bühnengast bei den "Staatskünstlern" Thomas Maurer, Robert Palfrader und Florian Scheuba im Rabenhof-Theater. Die erste Hälfte war jeweils klassisches Staatskünstler-Programm mit subtilem (innen)politischem Witz und investigativer Comedy. In der zweiten Hälfte jammten sich die drei mit Florian Klenk durch Ermittlungsakten und andere Zeugnisse der Korruption in Österreich. Wer nicht da war, weiß nicht, wie Robert Lugar über seinen Körper, wie Nicholas Ofczarek als Michael Häupl und wie Palfrader voll auf Champagner spricht.

Des Falter-Content zweiter Teil: Die "Dressen" des Falter-Kegelteams waren unter jeder Sau, keine Sau kam, um anzufeuern, und es schob auch niemand eine Sau. Aber von Anfang an: Beim heurigen Cup of Karlsplatz im Künstlerhaus wurde nach Seriensiegen des Falter plötzlich nicht mehr gefederballt, sondern gekegelt, was schon das erste Foul war, dann haben die anderen Teams auch noch trainiert, zweites Foul, und um 20.30 Uhr war das Bier aus. Wer gewonnen hat, kann über Social-Media-Kanäle in Erfahrung gebracht werden. Wir nicht.

Das österreichische Fußballnationalteam der Notare ist vergangenes Wochenende bei der Notars-EM in Lindabrunn Vizeeuropameister geworden. Sie haben dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt.


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