Metternichgasse 12

Die Filmakademie Wien feiert 65. Geburtstag. Ein Forschungsprojekt arbeitet jetzt ihre Geschichte auf und bringt verschollene Filmperlen wieder ans Licht

Feature: Michael Omasta | Feuilleton | aus FALTER 22/17 vom 31.05.2017

Valentino kommt vom Billardcafé ohne viel Umwege ins Bett der Kellnerin Hanna. Eigentlich heißt er ja Valentin, aber das ist kein Name für einen großen Verführer. Und für den Rallyepiloten, der er gern wäre, auch nicht. Auf die Frage, wovon er eigentlich lebe, erwidert er sehr sachlich: "Ich arbeite - manchmal. Mir reicht das. Ich find leben wichtiger."

"Hanna und Valentino", 1974 in Wien gedreht, war die erste größere Arbeit von Fritz Lehner. Mit dem knapp einstündigen Werk schloss der Regisseur, der wenig später mit "Der Jagdgast" und "Schöne Tage" zu einem der Pioniere des neuen österreichischen Films wurde, sein Studium an der Wiener Filmakademie ab. Die Hauptrollen in dieser Amour fou spielen Johanna Tomek und Klaus Wildbolz, damals noch Jungspund am Theater in der Josefstadt, der hier in manchen Großaufnahmen -ohne Schmäh! - an Alain Delon erinnert.

Lehners Diplomfilm, der nie öffentlich aufgeführt wurde und lange Zeit als verschollen galt, ist der bis dato wahrscheinlich

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