Raus aus der Intimzone

Das Frauenvolksbegehren will die 24-Stunden-Betreuung abschaffen. Würde das Frauen wirklich helfen?

Analyse: Sibylle Hamann | Politik | aus FALTER 22/17 vom 31.05.2017

Das Private ist politisch. Was drinnen, im Haus, in der Familie, geschieht, wie dort die Aufgaben verteilt sind, hat einen wesentlichen Einfluss auf Öffentlichkeit, Geschlechterverhältnis und Arbeitswelt draußen: Alles das wissen wir spätestens seit der Frauenbewegung der 1970er-Jahre. Das Frauenvolksbegehren schließt an diese Erkenntnis an. Eine seiner Forderungen nimmt daher die 24-Stunden-Pflege ins Visier. "Wir fordern die Einstufung der 24-Stunden-Betreuung als unselbstständige Arbeit und damit die Anerkennung geltenden Arbeits-und Sozialrechts, wie etwa eine Bezahlung nach geltendem Kollektivvertrag für Pflege- und Betreuungskräfte, Arbeitnehmer_ innenschutz und gewerkschaftliche Interessenvertretung", steht da.

Da stutzt man kurz. Ist diese Forderung wirklich sinnvoll? Ist sie feministisch? Wenn alle Pflegerinnen angestellt werden müssten - wer soll sich dann Pflege noch leisten können? Nützt diese Forderung der bettlägrigen Oma, nützt sie den weiblichen Angehörigen

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