Der Mond über Simmering

Die Wiener Festwochen veranstalteten in einem alten Schloss das Clubfestival Hyperreality. Besuch in einer anderen Welt


Reportage: Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 22/17 vom 31.05.2017

Die Stadt endet für den Kulturflaneur gewöhnlich auf dem Zentralfriedhof mit dem Besuch von Ehrengräbern. Die Wiener Festwochen erweiterten vergangene Woche den Horizont. An vier Abenden fand in Schloss Neugebäude Hyperreality statt, ein Festival im Festival für elektronische Clubmusik.

Nicht weit vom Friedhofsgelände gelegen, ragt ein mächtiges Schloss in den Himmel. Scheinwerfer beleuchten den Weg vorbei an Torbögen, halb verfallenen Mauern und vergitterten Fenstern. Zuerst einmal irrt der Besucher zwischen Rampen und Innenhöfen herum, ehe er einen Überblick über die vier Aufführungsorte bekommt.

Wer den sogenannten Ballsaal betritt, in dem die großen Acts auftreten, stößt auf eine Wand von Disconebel, allmählich schält sich die Kontur eines Musikers heraus, der auf der Bühne einen Laptop bearbeitet. Tonschwaden der ambientlastigen Synthesizermusik wehen durch den Raum. Hoch oben erahnt man die Holzbalken der Dachkonstruktion, die an eine romanische Basilika - und die

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