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Breitbart: Die rechte Kampfseite stürzt ab

Benedikt Narodoslawsky | Medien | aus FALTER 22/17 vom 31.05.2017

Im Februar war alles noch "amazing". Da ergatterte die rechte Plattform Breitbart den 29. Platz im Ranking der meistbesuchten Webseiten der Vereinigten Staaten. Schon Anfang Jänner, kurz bevor Donald Trump zum 45. US-Präsidenten vereidigt wurde, hatte sie die Huffi ngton Post und Buzzfeed hinter sich gelassen und rangierte auf Platz 45. Im Februar holte sie sogar die Pornoplattform PornHub ein.

Der Aufstieg des rechten Propagandamediums ging Hand in Hand mit dem Aufstieg Trumps. Breitbart hatte den republikanischen Präsidentschaftskandidaten im Wahlkampf wie kein zweites Medium unterstützt. Ihr ehemaliger Chef, Steve Bannon, ist heute als Trumps Chefstratege im Weißen Haus.

Jetzt, wo das Duo Trump/Bannon an den Hebeln der Macht sitzt und die Probleme, die das Regieren mit sich bringt, täglich mehr werden, brechen die Zugriffszahlen von Breitbart ein. Wie das Magazin Vanity Fair berichtet, zählte der Propagandakanal im November noch 23 Millionen Besucher, diesen April waren es nicht einmal mehr halb so viele. "Ein Medienunternehmen, das darauf ausgerichtet ist anzugreifen, ist sehr viel weniger erfolgreich, wenn es gezwungen ist, sich zu verteidigen", analysiert Vanity Fair-Journalistin Tina Nguyen den Niedergang der Trump-Maschine.


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