"Von Ordnung kann hier keine Rede sein"

Wir wollten unser Fotoarchiv digitalisieren und zerstörten es dabei. Das Wien Museum hat die besten Bilder für uns gerettet und arrangiert


Ausstellungsgenese: Florian Klenk
Medien | aus FALTER 22/17 vom 31.05.2017

Am Anfang stand ein, nennen wir es diplomatisch: Betriebsunfall. Das Falter-Fotoarchiv, 40 Jahre lang in Metallkästen und kleinen wohlgeordneten Kuverts zu einer Sammlung von etwa 30.000 Vintage-Prints angewachsen, sollte eingescannt und endlich "geordnet" werden. Die Bilder drohten zu vergilben, niemand hatte mehr die Übersicht über den Schatz. Außerdem sollte der Falter-Sitzungssaal, in dem die hölzernen und metallenen Archivkästen standen, endlich ausgemalt werden. Ein guter Anlass also, das Archiv neu zu, ähem, organisieren.

Fleißige Mitarbeiterinnen des Falter Verlags begannen die Kuverts zu öffnen, in denen die Bilder sortiert und beschlagwortet waren, und stapelten die alten Schwarz-Weiß-Prints für den in Aussicht gestellten Scan. Die alte analoge Ordnung war dahin, eine neue wurde vorbereitet. Angeblich. So glaubten wir es zumindest. Unser Schatz, so dachten wir, werde auf Knopfdruck am Screen abrufbar sein.

Die Digitalisierung aber kam aus vielerlei Gründen nicht zustande,

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