Die billige Buße des Hubert Gorbach

Der Justizminister will den blauen Ex-Vizekanzler in der Telekom-Affäre mit einer erstaunlich geringen Bußgeldzahlung davonkommen lassen. Geldwäscherei von 270.000 Euro bei einem Regierungsmitglied stelle "keine schwere Schuld" dar


BERICHT: FLORIAN KLENK
Politik | aus FALTER 23/17 vom 07.06.2017

Hubert Gorbach, einst Vizekanzler der Republik, ist ein armer Mann. Zumindest erzählt er dies den ermittelnden Korruptionsstaatsanwälten der Republik. Sein monatliches Nettoeinkommen liege nur noch bei 1573 Euro, auf seine Politikerpension in der Höhe von 11.000 Euro muss Gorbach aufgrund einer rückwirkenden Gesetzesänderung in Vorarlberg zehn Jahre länger warten als geplant.

Auch die großen Beratungsmandate, die sich Gorbach nach dem Ausscheiden aus dem Verkehrsministerium im Jahr 2007 erhoffte, dürften nicht eingetroffen sein. Dabei hatte sich der ehemalige BZÖ-Politiker sehr darum bemüht, etwa in jenem mittlerweile legendären Brief an den britischen Ex-Finanzminister Alistair Darling: "If you know about any area of operation for myself (...) please let me know", schrieb er an seinen "longtime friend", denn "I feel' the world in Vorarlberg is too small".

All das hat Gorbach nichts genützt. Und so griff er -über Umwege -in eine schwarze Kasse, die die Telekom Austria für ihn

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