Lässige Streetgang abseits des Rampenlichts

Der brasilianische Choreograf Bruno Beltrão zeigt bei den Wiener Festwochen seine neue Kreation "Inoah"


BESPRECHUNG: MARTIN PESL
Feuilleton | aus FALTER 23/17 vom 07.06.2017

Ankündigungen haben bei Bruno Beltrão nie viel Sinn. Selbst den Titel seines neuen Tanzstückes, "Inoah", verriet der 37-jährige brasilianische Choreograf erst am Premierentag beim Festival Theater der Welt in Hamburg.

Der Name bezeichnet die derzeitige Arbeitsbasis seiner Grupo de Rua. Bis dahin stand schlicht "New Creation" in allen Programmbüchern. Diese kündeten von einem riesigen Laufband, auf dem "Tänzer*innen" über 4,6 Kilometer zurücklegen, um dadurch etwas über Grenzübertritte auszusagen. Das Laufband war dann aber zu teuer, von Grenzen ist nichts zu erkennen, und *innen gibt es auch keine: Beltrãos Grupo de Rua ist und war immer schon ein Männerhaufen, und was für einer!

Auf einer schwarzen, durch Lichtstreifen immer wieder neu strukturierten Fläche bewegen sich die zehn Tänzer selten en bloc, aber wenn, dann hat das eine lässige Bedrohlichkeit, dass man ihnen lieber nicht auf einer dunklen Straße in Rio begegnen möchte. Meist sind sie zu zweit oder dritt unterwegs,

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