Der Strich durch die Rechnung

Chris, Sandra, Viggo und Isabelle mussten in ihren Filmen jüngst schwere Lebenskrisen bewältigen


Sabina Zeithammer
Kino am Dach | aus FALTER 23/17 vom 07.06.2017

So war das nicht geplant. Nachdem Jim Preston aus dem künstlichen Schlaf erweckt wurde, muss er feststellen, dass er die einzig wache Person an Bord des 5000-Seelen-Luxusraumschiffs Avalon ist. Eine Fehlfunktion seiner Stasiskammer hat den Plan, erst im Anflug auf einen fernen Kolonieplaneten wieder munter zu werden, zunichtegemacht. Bis zur Ankunft in 90 Jahren wird Jims Lebenszeit längst abgelaufen sein.

Der Anfang ist das Beste an Morten Tyldums "Passengers": Bevor der Science-Fiction-Film in konventionelle, wenngleich unterhaltsame Gefilde der Action-Romanze abbiegt, durchlebt Chris Pratt als etwas einfältiger Maschinenbauingenieur eine detailverliebte Robinsonade. Vom Versuch, nach Hause zu telefonieren, über den eisern an Jims Holzklassestatus festhaltenden Frühstücksautomaten bis zum täglichen Besuch beim Bar-Androiden Arthur (Michael Sheen) überwiegt zunächst die Komik. Doch ein Jahr der Einsamkeit lastet schließlich schwer auf Jims Seele und treibt ihn zu einer folgenschweren

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