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"Depp": Die Kampagne gegen Wolf geht weiter


FK
Medien | aus FALTER 23/17 vom 07.06.2017

Die von Erwin Pröll aufgrund eines kritischen Interviews losgetretene Kampagne gegen "ZiB 2"-Anchormann Armin Wolf reißt nicht ab. Nicht nur ORF-Manager Thomas Prantner, Ex-Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und der Kommunikationspsychologe Peter Vitouch arbeiteten sich an Österreichs Interview-Profi ab, jetzt tritt auch Niki Lauda auf Wolf hin. In einem Interview mit Wolfgang Fellner auf Oe24 nannte er Wolf wörtlich einen "Deppen" und empfahl Politikern, die "ZiB 2" zu boykottieren.

Lauda behauptete, Wolf habe ihn dazu genötigt, seine rote Kappe abzunehmen, "da Wolf kein Glücksspiel" mag. Auf der Kappe prangt der Schriftzug des Glückspielkonzerns Novomatic. Seither habe er ein Interview mit Wolf verweigert.

Unsinn kontert Wolf, er habe aufgrund des Werbeverbots in der "ZiB" Lauda gefragt, ob es ihn stören würde, seine Kappe abzunehmen, und seine Weigerung akzeptiert. Lauda sei nach diesem Vorfall sehr wohl noch ins Studio gekommen und habe sich nie beschwert.

Die Angriffe gegen Wolf machen auch die ORF-Spitze nervös. ORF-General Alexander Wrabetz kündigte Richtlinien für twitternde Redakteure an. Sie sollten sich in Vorwahlzeiten nicht politisch deklarieren oder an Parteiveranstaltungen teilnehmen. Wolf hat dies - anders als Wrabetz -nie getan.


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