Pressekolumne

Wie gedruckt


FLORIAN KLENK
Medien | aus FALTER 23/17 vom 07.06.2017

Vergessen Sie die Wetterseiten in den Zeitungen. Wirklich spannende Wetterlektüre bietet Twitter. Dort sind viele Wetterfrösche versammelt und man kann ihnen ein bisserl in die Wetterkarten schauen und bei der Arbeit zusehen.

Marcus Wadsak etwa, der Wettermann vom ORF, tweetete am Montag: "Modelle rechnen morgen Nachmittag/Abend mit (fast) unglaublichen Sturmböen". Kollege Erich Kocina von der Presse-Chronik hakte nach: "Fast unglaublich bedeutet, dass Bäume umknicken, Dächer abgedeckt werden oder die Apokalypse über uns hereinbrechen wird?" Wadsak: "Also wenn diese Berechnung wahr werden würde -kommt deine Schilderung hin! hab ich noch nicht gesehen!" Mit bis zu 150 km/h werde der Wind pfeifen. Dann grätschte Jörg Kachelmann mit einem "Hm" rein und beruhigte, es würden nur 75 km/h sein. Und dann glättete Karsten Schwanke von der ARD die Wogen: "Die meisten Modelle sehen das nicht."

Wir lernen: Wetterredakteure haben den härtesten Job. Sie müssen heute wissen, was morgen geschieht. Ob Wadsaks Apokalypse eintraf, erfuhren wir nach Redaktionsschluss.


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