Der österreichische Europäer

Erinnerungen an einen Politiker, der Österreich vom Rand in die Mitte führte. Zum Tod von Alois Mock

NACHRUF: ERHARD BUSEK | Politik | aus FALTER 23/17 vom 07.06.2017

Der schmerzliche Abgang von Alois Mock infolge der schweren Krankheit ist als eine Erlösung zu verstehen, auch für seine Gattin Edith, deren Hingabe an ihren Mann tiefer Respekt zu zollen ist. Es ist ein Charakteristikum von Menschen aus dieser Zeit, in der Alois groß geworden ist, dass man daraus kein Aufheben gemacht hat. Mock war ein Niederösterreicher, nicht nur von der Herkunft, sondern auch von jener Prägung, die für die Republik immer eine tragende Bedeutung hatte.

Daran sind auch Elemente seines Charakters festzumachen. Absolvent des Stiftsgymnasiums Seitenstätten, CVer, im ländlichen Milieu groß geworden und eine christlich-soziale Orientierung aufweisend, die heute leider selten geworden ist und die die Nachfrage nach bestimmenden Werten in der Politik überflüssig gemacht hat. Auch daraus ist zu erkennen, welche Erosion bei der Betrachtung über Werte in der Politik inzwischen stattgefunden hat. Auch Mocks Gang ins Außenministerium war von der damals üblichen Auffassung

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