Der Kampf um das Idyll

An der Alten Donau wird ein Streit um ein Strandcafé zum Politikum. Mitten im schönsten Erholungsgebiet darf ein Wirt immer größer und größer bauen. Warum ist das möglich?


INSPEKTION: BIRGIT WITTSTOCK
Politik | aus FALTER 23/17 vom 07.06.2017

Diese Geschichte könnte sich an vielen Orten Wiens zutragen. Sie spielt an einem der beschaulichsten Flecken der Stadt: in Kaisermühlen, an der Alten Donau. Die Ufer hier sind zu einer der erbittertsten Kampfzonen der Stadt geworden. Zwischen Schrebergärten, die einst aus den Barackensiedlungen hervorgingen, ragen immer mehr Luxusimmobilien empor, mit Terrassen und Blick auf die Skyline.

Seitdem die Grundstückspreise boomen, zieht sich ein Spalt durch das Grätzel. Kleinhäusler gegen Investoren, die Stadt und das Stift Klosterneuburg, dem hier als einem der größten Immobilienbesitzer des Landes große Flächen am Wasser gehören: Die Ansässigen werfen dem Grundstücksbesitzer Preistreiberei vor, mit der man sich ihrer entledigen wolle, und der Stadt unrechtmäßige Flächenwidmungen und Sondergenehmigungen, um die Projekte der Investoren zu ermöglichen. Seitens der Stadt wiederum heißt es, ein paar Privilegierte mit Haus und Garten würden die Entwicklung des Gebiets zugunsten

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