Böser Trump, listige Österreicher

Die USA kündigen den Weltklimavertrag von Paris auf. Die Alpenrepublik schimpft - und bringt nichts weiter


KOMMENTAR: BENEDIKT NARODOSLAWSKY

Falter & Meinung, FALTER 23/17 vom 07.06.2017

Während in Marrakesch die erste Weltklimakonferenz nach dem historischen Vertrag von Paris stattfand, wählten die USA ihren Präsidenten. Als Klimaleugner Donald Trump überraschend als Sieger der Wahl bekanntgegeben wurde, legte sich ein depressiver Nebel auf die Konferenzeilnehmer in Marroko. Bald jedoch schlug das Gefühl in eine Jetzterst-recht-Stimmung um. China, das Land mit der größten Klimabelastung, erklärte noch am Klimagipfel, im Fall des Falles die Vorreiterrolle im Klimaschutz zu übernehmen. Die Europäische Union -ebenfalls einer der größten Verschmutzer -stellte sich an Chinas Seite.

Was Trump vergangenen Donnerstag im Rose Garden des Weißen Haus feierlich verkündete, hat sich also bereits seit einem halben Jahr abgezeichnet. Die USA wird aus dem Pariser Weltklimavertrag aussteigen. Die Welt wird darauf eine Antwort finden, wir müssen uns nicht vor dem Untergang fürchten. Selbst in den USA ist mit Trumps Abkehr von Paris der Klimaschutz nicht abgeschafft. Ein Großteil

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