TOTALAUSFALL

Bisher ist die Welt nicht untergegangen. Sogenannte "Prepper" wären aufs Schlimmste vorbereitet. Sie legen Vorräte an und lernen zu jagen

REPORTAGE: LUCA GASSER | Landleben | aus FALTER 23/17 vom 07.06.2017


Foto: Exclusive Pix / Action Press / picturedesk.com

Hätte das Schaumstoffziel gelebt, es wäre durch Martin Mollays Pfeile gestorben. Während Mollay auf die Attrappe feuert, studiert die Gruppe um ihn herum seine Bewegungen. „Beim Ausatmen den Bogen spannen, am Nullpunkt loslassen!“, instruiert der Schütze. Er spannt die Sehne und ein weiterer Pfeil bohrt sich in den Klotz. Martin Mollay ist Survivaltrainer. Früher war er Ausbildner beim Jagdkommando des Bundesheers, später machte er sich selbstständig, EDV-Bereich, bis er die Natur zu vermissen begann.

Seit über zehn Jahren lehrt Mollay jetzt schon auf seiner Homepage und in Kursen das Überleben in freier Wildbahn. Er mache das nicht aus Angst vor der Zukunft, sondern um unabhängig zu leben, sagt er. Er trinkt vom Kaffee, den er über dem Lagerfeuer gebrüht hatte. „Die Leute sehnen sich ja richtig nach einer Katastrophe, weil sie so einfach nicht mehr leben wollen. Wir sind alle ein Rädchen im Gewerk des Wahnsinns.“ Mit solchen Sätze gibt er seiner Weltanschauung Ausdruck.

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