Ausstellung Vernissage

Robotik: Bevor wir überflüssig werden

NS | Lexikon | aus FALTER 24/17 vom 14.06.2017

Nicht weniger als acht Ausstellungen und Projekte bietet die zweite Vienna Biennale. "Roboter. Arbeit. Unsere Zukunft" lautet das Thema, zu dem das Mak internationale Künstler, Designer, Architekten und Wissenschafter eingeladen hat. Dabei vermisst die Schau "Hello, Robot" ein weites Feld, das mit 200 Exponaten aus sämtlichen Feldern der Gesellschaft untersucht, wie Maschinen uns dienen - und wir ihnen. Waren früher Ingenieure und Programmierer die Meister der Roboter, so spielen heute Designer eine maßgebliche Rolle in der Entwicklung und Ausgestaltung unserer künstlichen Begleiter.

Die gemeinsam mit dem Vitra Design Museum interdisziplinär gestaltete Schau zeigt anhand von Ausstellungskapiteln wie "Science Fiction", "Programmiert auf Arbeit" oder "Eins werden" die vielen Facetten. Ethische Überlegungen zur Digitalen Moderne stehen bei der Schau "Artificial Tears" im Mittelpunkt, die künstlerische Arbeiten zum Thema künstliche Intelligenz, Unsterblichkeit und die Fallstricke der schönen neuen Techno-Welten präsentiert.

"Wie werden wir 2030 arbeiten?", fragt eine Ausstellung im Angewandte Innovation Laboratory und nähert sich der meist pessimistisch beschriebenen Zukunft auf eine andere Weise. In der Schau "How will we work?" geht es darum, wie der Arbeitsbegriff im Sinn von Nachhaltigkeit und sozialer Gerechtigkeit neu definiert werden kann. Das Verhältnis von Arbeit und Körper nimmt der Beitrag "Work it, feel it!" in der Kunsthalle am Karlsplatz in den Blick. Die Schau kreist um alte und neue Disziplinar- und Kontrollmechanismen, mit denen der Kapitalismus seine Produktivität immer wieder zu steigern verstand. Beim Nordbahnhof hat das Architekturzentrum den öffentlichen Arbeitsraum "Care +Repair" eingerichtet, in dem Workshops zur "Reparatur der Zukunft" veranstaltet werden.

Mak, Di 19.00 (bis 1.10.)


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