Das große Zittern

Verunsicherte Eltern lesen massenweise Ratgeberbücher. Manche erhöhen den Druck nur weiter. Wie finden Eltern, was ihnen hilft?



Illustration: Bianca Tschaikner

Die Tür fliegt auf, raschen Schrittes betritt Sabine Wirnsberger ihr Institut, das Handy am Ohr. Die Psychologin, Psychotherapeutin und Mutter dreier erwachsener Kinder ist viel beschäftigt: Sie leitet das Institut für Familienförderung mit Filialen in Graz und mehreren steirischen Städten. Der Verein mit seinen hundert Mitarbeitern bietet Elternbildung und Erziehungscoaching sowie Therapien und therapeutische Gruppen für Kinder und Jugendliche. Im „Coolnesstraining“ etwa sollen aggressive Kinder ihre eigenen Gefühle und die der anderen wahrnehmen lernen. Das „Therapeutische Zaubern“ soll Selbstvertrauen und Aufmerksamkeit stärken.

Eltern-Workshops und Kindertrainings finden ebenso rege Nachfrage wie die Ratgeberliteratur für Eltern. Im Schnitt erscheint pro Woche mehr als ein neues schlaues Erziehungsbuch. Wann immer Jesper Juul oder Jan-Uwe Rogge („Kinder brauchen Grenzen“) etwas Neues herausbringen, wird es ein Bestseller: Juuls „Leitwölfe sein“ aus dem Vorjahr verkaufte sich mehr als 50.000-mal.

Eltern sind verunsichert, und so manches Buch hat den Druck zusätzlich erhöht.

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