7 Sachen, die Sie über das ESCHENSTERBEN nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 24/17 vom 14.06.2017

Die Eschen sterben?

Ja, und zwar in epidemischem Ausmaß. Es geht so weit, dass sogar der Donau-Auwald bis 2018 gesperrt bleibt, weil die umfallenden Eschen Spaziergängern gefährlich werden können.

Warum sterben die Eschen?

Weil sie ein heimtückischer Pilz, das Falsche Weiße Stängelbecherchen, das vor rund 20 Jahren aus Nordostasien eingeschleppt wurde, killt.

Wie sterben die Eschen?

Der Pilz verbreitet sich über Sporen, die der Wind aus den Schwammerln, die sich auf den Eschen ansiedeln, weiterträgt. Die Sporen besiedeln dann das Eschenlaub, wo der Krankheitserreger von den Blättern ausgehend ins Holz eindringt und den Baum tötet.

Und wie sieht so eine infizierte Esche aus?

Triebe sterben ab, Blätter verwelken, in der Baumkrone dürren die Äste aus, auf der Rinde bilden sich Läsionen, und am Fuß des Stammes sind schwarze Flecken und Veränderungen zu erkennen.

Wo sterben die Eschen?

Praktisch überall. In ihrem gesamten Verbreitungsgebiet: von Russland bis Irland, von Schweden bis Italien.

Sterben alle Eschen?

Das ist die gute Nachricht: Es gibt offenbar vereinzelt immune Individuen.

Hat die Esche also doch noch eine Chance?

Vielleicht. Man überlegt jetzt, Saatgutplantagen mit Klonen anzulegen.


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