Wiener Festwochen Tipps

Am Ende Schlachtfelder: Brook und Tambwe


MP
Lexikon | aus FALTER 24/17 vom 14.06.2017

Die Festwochen schließen mit dem Werk eines großen Meisters. Der 92-jährige britische Regisseur Peter Brook, der Generationen von ehrfürchtigen Theatermachern geprägt hat, zeigt eine kurze Reminiszenz an seine legendäre neunstündige Inszenierung des indischen Epos "Mahabharata". "Battlefield" dauert nur 70 Minuten und bezieht auch ein Theaterstück von Jean-Claude Carrière mit ein (Museumsquartier, 16. bis 19. Juni, 20 Uhr). Im Performeum präsentiert am letzten Wochenende die sehr produktive und kreative Wien-basierte Künstlerin Elisabeth Bakambamba Tambwe ihre neue Arbeit "Congo na Chanel". In der Performance, die auch eine Videoinstallation ist, beschäftigt sich Tambwe mit der Ausbeutung ihres Geburtslandes Kongo (Performeum, 15. bis 17.6., 19.30 Uhr).

Die Akademie des Verlernens, in der man wochenlang allerlei über migrantische Identitäten, Postkolonialismus und Genderfragen erfahren konnte, schließt mit einem speziellen Block zum Thema "Migrantpoliticization" und vereint noch einmal all diese Themen geballt auf drei Vortragende: Anas Aboura, Larry Macaulay und Alexander Nikolic (Performeum, 15. bis 17.6., 18 Uhr). Nikolic bietet beispielsweise ein kulturökonomisch-praktisches Seminar zum Thema "Wie man die Karriereleiter scheinbar rückwärts geht, aber doch vorwärts kommt", und Anas Aboura geht dem Begriff der Artistic Citizenship nach.

Das Überraschungsformat "This Is Not Wiener Festwochen?" beendet am Samstag die erste Saison im Performeum mit einer Kurzperformance zum Thema "This is not verbrannte Erde?", nach der hoffentlich noch ein bisschen etwas von den Hallen übrig ist, die dann zum letzten Akt dieser turbulenten ersten #viennapartyweeks laden. Voodoohoop treten da auf -und ein letztes Mal über die "Grenzen zwischen Clubkultur, Performance-Art und Zeremonie".


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