71 Tote, elf Angeklagte, ein Laster -was man über den Fall Parndorf weiß

LM
Politik, FALTER 24/17 vom 14.06.2017

Am 27. August 2015, um 11.10 Uhr, läutet in der Autobahnpolizeiinspektion Potzneusiedl das Telefon. "Was soll ich machen?", fragt der Inspektor auf der anderen Leitung. Er hatte einen Lkw geöffnet, der in einer Pannenbucht nahe Parndorf abgestellt war. Und darin einen Berg Leichen entdeckt.

Der Fall Parndorf, der zu Grenzöffnungen und zum Aufstieg des Landespolizeidirektors Hans Peter Doskozil zum Verteidigungsminister beitrug, wird ab nächster Woche an einem ungarischen Strafgericht verhandelt. Laut Oberstaatsanwalt László Nánási ist Folgendes bekannt:

Die 71 Menschen wollten nach Deutschland. Mit diesem Ziel sind 59 Männer, acht Frauen und vier Kinder in einem Wald nahe der ungarisch-serbischen Grenze in einen Kühllaster gepfercht worden. Die Kühlung im Laster war nicht angeschlossen - der Innenraum war völlig luftdicht. Der Fahrer war ein 25-jähriger Bulgare ohne Führerschein. Schon eine halbe Stunde nach der Abfahrt sollen Menschen begonnen haben, gegen die Wand des Lkw

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