Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Holzer im Grätzel: Lindengasse

Florian Holzer begibt sich auf die Suche nach kulinarischen Mikrokosmen in Wiener Grätzeln. Nächste Woche: Entlang des Wienflusses

Stadtleben | aus FALTER 25/17 vom 21.06.2017

Eine Linde wird man hier lange suchen. Auch das Kühltechnik-Unternehmen Linde hatte hier nie eine Niederlassung. Die Lindengasse heißt einfach so, weil vor hundert Jahren einmal ein Gasthaus diesen Namen trug, womit immerhin schon einmal ein kulinarischer Konnex geschaffen wäre.

Die untere Lindengasse ist aber noch aus anderen Gründen interessant. Anders als in den beiden Quergassen Kirchengasse und Zollergasse, die recht früh zu urbanen Hipster-Meilen mit bestechend hoher Schanigarten-Aperolspritz-Pastrami-Dichte wurden und in dieser Disziplin langsam Richtung absolute Perfektion streben, war die Lindengasse immer ein bisschen eine Versorgungsstraße, Handwerker-Meile und vor allem beliebte Adresse für Grindlokale unterschiedlichster Generation.

Die Lindengasse war, wenn man so will, die schäbige, kleine Schwester der Mariahilfer Straße, die Rückseite der Fassade. Erst in den vergangenen Jahren siedelten sich hier rasant Boutiquen, Architekturbüros, Friseur-Paläste und andere

Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige