Die letzten Tage des Kalifats

In Mossul hat die Entscheidungsschlacht gegen den Islamischen Staat begonnen. Die Stadt ist traumatisiert und verwundet. Ein Besuch bei den Vertriebenen

Reportage: Thomas Schmidinger, Irak | Politik | aus FALTER 25/17 vom 21.06.2017

Khaled ist erst vor wenigen Tagen aus Mossul geflüchtet. Kämpfer des IS hatten ihm und seiner Familie hinterhergeschossen und eines seiner Kinder verletzt. Der etwa 30-Jährige, der allerdings mindestens 15 Jahre älter aussieht, ist aus den umkämpften Teilen der Altstadt geflohen. Der irakischen Armee ist er dankbar, dass sie ihn aus "dieser Hölle" geholt hatte. Ein Soldat hätte sich sogar selbst in Lebensgefahr begeben, um seinen verletzten Sohn aus der Kampfzone zu holen.

Seinen echten Namen will Khaled nicht in der Zeitung lesen. Wie viele Moslawis, wie die Einwohner Mossuls im Irak genannt werden, hat er immer noch Angst vor der Zukunft in einer Stadt, aus der der IS zwar vertrieben worden ist, die allerdings in Trümmern liegt und deren politische Zukunft ebenso unklar ist wie die des gesamten Landes.

Die irakische Armee und die an ihrer Seite kämpfenden Volksmobilisierungseinheiten hätten sich ihm gegenüber anständig verhalten, stellt der ehemalige Lehrer immerhin fest. Er

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