Mehr davon: Suppe

Stadtleben, FALTER 25/17 vom 21.06.2017

Jahrzehntelang lief unter "Suppe" in Wien ausschließlich die ausgekochte Substanz von Rinderknochen, Gemüse und Rindfleisch mit heftigen Einlagen, Minestrone und französische Zwiebelsuppe firmierten unter "ethno", Stosuppe war schon wieder so retro, dass sie vergessen wurde.

Dann kamen die Nullerjahre, und der diversen pürierten Gemüse und verdünnten Currys konnte man sich gar nicht mehr erwehren, der versuppte Kürbis oder die zu Brei verwandelte Ingwerkarotte fand Eingang in die kulinarische Leitkultur. Dann wurden Tom Yam, Pho und Ramen groß, und auf einmal wollten alle nur mehr Asia-Suppe. Aber wie auch immer, das sind die wirklichen Spezialisten, wenn's um die Suppe geht.

Soupkultur Die Soupkultur war 2004 ungefähr der erste Suppenladen in Wien. Man kannte solche Angebote bis dahin nur aus amerikanischen Fernsehserien, auch die Idee, ein Lokal nur wochentags und nur mittags aufzusperren, war damals revolutionär. Die Soupkultur ist nach wie vor gut im Geschäft und hat inzwischen

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