Pfffffff! Zzzzz! Die Wiener Festwochen 2017

Die Wiener Festwochen versprachen in der ersten Ausgabe unter Tomas Zierhofer-Kin vieles, was auf dem Papier besser aussah, als es war


Der grosse Kommentar: Martin Pesl
Falter & Meinung | aus FALTER 25/17 vom 21.06.2017

Die erste Ausgabe der Wiener Festwochen unter der Leitung von Tomas Zierhofer-Kin ist vorbei, und Wien atmet auf. Schon als das einst große und großzügige Welttheaterfestival sein Programm präsentiert hatte, war ein lautes Raunzen durch die meisten Medien und einen Gutteil des Publikums gegangen - zu Recht, wie sich jetzt herausstellt.

Die Ankündigungstexte im Programmkatalog waren schwer verständlich, was mit gediegenem Hochkulturgenuss hätte verwechselt werden können - etwa klassische Konzerte -, wurde durch Diskurspicknicks ersetzt, und der Intendant erklärte im Standard, er halte Sprechtheater an sich für veraltet. Warum macht er dann ein Theaterfestival?, fragten gequält die einen. Freut euch doch, wenn jemand etwas Neues ausprobiert, entgegneten die anderen. Man will ja nicht verzopft wirken.

Und so hoffte man sechs Wochen lang auf den großen Befreiungsschlag, auf das Aha-Erlebnis, den Schlüssel zur Erlaubnis, das neue Team für visionäre Genies halten zu dürfen, die

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