Nüchtern betrachtet

Schafmilchseife aus dem Kindheitshorrorort

Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: faltershop. at/nuechtern

Feuilleton | aus FALTER 25/17 vom 21.06.2017

Mit meiner Nahrungskleincontainerfachfrau und bevorzugten Handseifenverkäuferin hielt ich unlängst einen Schwatz über den Niedergang heimischer Mittelstädte. Deren Elend besteht bekanntermaßen darin, dass die Einkaufszentren an der Peripherie den Einzelhandel killen, dessen Lokale bis zur endgültigen Verwaisung von Discontern und Ramschläden nachgenutzt werden, was dazu führt, dass Mittelstädte irgendwann einmal so aussehen wie Tombstone mit Bipa, Backfiliale und Batikboutique. Auf das Thema waren wir gekommen, weil meine Handseifenverkäuferin die Frage nach der Herkunft der wunderbaren Schafmilchseifen, von denen ich die Sorte Eisenkraut präferiere, weil die nicht nur total dufte duftet, sondern auch scharfkantige Stückchen mit toller Dreckwegrubbeleffektivität enthält, mit "in der Nähe von Steyr" beantwortete.

Auf diese Weise konnte ich das erste Mal etwas Positives über Sierning in Erfahrung bringen. Sierning war nämlich der Horrorort meiner Kindheit gewesen. Kriminalhistorisch

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