Pesls Festwochentagebuch Notizen eines Festivalbesuchers im Crossoverrausch (6)

Arschknapp: Am Ende ein bisschen Perfektion

Martin Pesl sah sich fast jede Vorstellung der Wiener Festwochen an

Feuilleton, FALTER 25/17 vom 21.06.2017

Wien, 16. Juni: Liebes Tagebuch! Heute war ich zum letzten Mal in diesem Jahr im Performeum. Die feuchten Hallen haben sich als chilliger Ort erwiesen, der gar nicht so schlecht erreichbar ist. Während die studentischen Besucher bald gelernt haben, dass das Bier an der Tankstelle nebenan billiger ist, stillte ich meinen Durst stets brav an der Bar. Und ich musste noch einmal eine tolle Rolle essen, einen gehaltvollen Wrap als Bierbett.

Eine tolle Rolle hatte auch Elisabeth B. Tambwe in ihrer eigenen Performance "Congo na Chanel". Die in Österreich basierte Künstlerin und Performerin flirtete als kurzbehostes, weißes Kind mit dem abwesenden Leiter einer senegalischen Tanzcompagnie. Comichelden à la Superman schwirrten um sie herum, und das Publikum wurde per Greenscreen in Filmaufnahmen aus der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa hineinmontiert. Ich bin mir nicht sicher, was mir diese Performance über den Kongo sagen wollte, aber Tambwes Lausbubenlook gewinnt auf alle Fälle den Preis

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