Buch der Stunde

Globalgeschichte als neues Bild der modernen Welt

Sebastian Kiefer
Feuilleton, FALTER 25/17 vom 21.06.2017

Einen Wissenschaftler "groß" zu nennen klingt altmodisch, auf den deutschen Historiker Jürgen Osterhammel angewandt besonders dissonant, denn Pathos ist ihm denkbar fern. Doch er hat nicht nur eine ganze Disziplin, die Globalgeschichte, noch einmal neu erfunden, sondern dem Lesepublikum mit dem monumentalen Werk "Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts" (2009) ein neues Bild der modernen Welt geschenkt.

Kunstvoll balanciert dieses Buch zwischen quasiliterarischen Nahansichten des Besonderen - der Oper, der Hafenstädte, aber auch der Siedlermentalitäten der Buren und der US-Südstaatler - und dem Blick auf die sich vernetzende Welt in der Ära von der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung bis zum Ersten Weltkrieg. Die Welt verwandelte sich in Ungleichzeitigkeiten und Eigenlogiken der Entwicklung - und doch blieb bis weit ins 20. Jahrhundert hinein die Wissenschaft, Technik und Ökonomie Europas das globale Kraftzentrum dieses Prozesses.

Die nun in Buchform gesammelten

  287 Wörter       1 Minuten
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