Sie küssten und sie schlugen sich

Erwachsenwerden, Sehnsucht und Wut: "Mit siebzehn" von André Téchiné geriet zum filmischen Kunstwerk

ELOGE: MICHAEL OMASTA | Feuilleton | aus FALTER 26/17 vom 28.06.2017

Schnell, sehr schnell fährt die Kamera eine kurvenreiche Bergstraße hinan. Durch dichte Wälder, vorbei an sattgrüner Landschaft. Dann kommt ein Tunnel in Sicht; das Bild verdunkelt sich, bis das andere Ende gleißend hell auf der Leinwand auftaucht. Dahinter liegt Schnee. Es folgt das Titelinsert: "Mit siebzehn".

Der französische Regisseur André Téchiné erzählt seine Geschichten oft vor wechselnden Jahreszeiten, er setzt saisonale Zäsuren, um sie in den Fluss des Lebens einzubetten. Einer seiner bekanntesten Filme, "Ma saison préférée"(1992) mit Daniel Auteuil und Catherine Deneuve, heißt durchaus nicht zufällig so.

Sein neuer Film spielt während eines Schuljahres und ist in Trimester unterteilt. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Damian und Thomas, die in dieselbe Klasse gehen. Der eine, Sohn einer Ärztin und eines Piloten bei der Armee, ist Klassenbester, der andere, ein Bursche mit algerischen Wurzeln, wurde von kinderlosen Bergbauern adoptiert. Die dritte Hauptrolle

  679 Wörter       3 Minuten
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