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Chester Bennington 1976-2017

Feuilleton | aus FALTER 30/17 vom 26.07.2017

Chester Bennington, der Sänger von Linkin Park, hat sich das Leben genommen. Die 1996 gegründete US-Band, die noch vor wenigen Wochen beim Festival Nova Rock im Burgenland gastierte, zählte mit sechs Nummer-eins-Alben zu den erfolgreichsten Rockgruppen aller Zeiten. Bennington spielte Gitarre und Klavier, zudem sang er. Er war in zweiter Ehe verheiratet und hinterlässt insgesamt sechs Kinder. Von Kritikern wurde die Band tendenziell eher negativ beurteilt, zu glatt und kommerziell erschien ihnen die Musik. Bennington offenbarte eine düstere Seite, sprach in Interviews über seine Drogensucht und Depressionen. Als Kind wurde er sexuell missbraucht. Eine besondere Tragik liegt darin, dass erst unlängst ein Freund, der Soundgarden-Sänger Chris Cornell, Suizid begangen hat. Bei dessen Trauerfeier sang Bennington Leonard Cohens Lied "Hallelujah".

Anmerkung der Redaktion: Menschen mit Depressionen kann geholfen werden. Wenn Sie sich von der Meldung betroffen fühlen, wenden Sie sich bitte unter dem Notruf 142 an die Telefonseelsorge


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