Verschwindet die europäische Mittelschicht?

Eine Untersuchung der Internationalen Arbeitsorgansiation (ILO) bleibt in Bezug auf den Sozialstaat etwas unterbelichtet

Rezension: Miriam Rehm
Ökonomie, FALTER 40/17 vom 04.10.2017

Die Frage "Schrumpft die Mitte tatsächlich?" ist gerade jetzt gesellschafts-und wirtschaftspolitisch so relevant, weil die Mittelschicht erklärter "Sehnsuchtsort" in europäischen, leistungsorientierten Wirtschaften ist. Und weil sich aus dem wahrgenommenen Abstand zwischen Wunsch und Wirklichkeit politische Verschiebungen ergeben -in Kerneuropa derzeit hin zu rechtspopulistischen Parteien. Ohne ein glaubwürdiges Versprechen einer stabilen Mittelschicht ist die Legitimierung von Leistungsgesellschaften infrage gestellt. Unsicherheit und Angst vor sozialem Abstieg und sozialem Ausschluss haben in vielen Gesellschaften die Mittelklasse erreicht, wie auch die OECD feststellte. Die ökonomische Verteilungsfrage hat somit eine politische Dimension und Dringlichkeit bekommen. Aber ist diese überhaupt berechtigt?

Das Buch "Europe's Disappearing Middle Class? Evidence from the World of Work" versucht diese Frage zu beantworten. Es entstand aus einem Projekt der Internationalen Arbeitsorganisation

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