It's social inequality, stupid!

Lebensrealitäten von Migrantinnen und Migranten werden nicht hinreichend erkannt, wenn man nur auf das Einkommen achtet. Worauf es ankommt, ist Chancengerechtigkeit. Das sieht übel aus

Analyse: Mevlüt Kücükyasar und Sandra Stern
Ökonomie, FALTER 40/17 vom 04.10.2017

Begriffe wie "Mittelstand" und "Mittelschicht" haben Hochkonjunktur. Wer mit diesem "Sehnsuchtsprojekt", wie es Julia Hofmann treffend nennt, gemeint ist, bleibt meist vage. Die meisten Migrantinnen und Migranten in Österreich sind es jedenfalls nicht.

Soziale Ungleichheit nimmt weltweit zu und ist mehr denn je eines der wesentlichen Probleme der Gegenwart. Innerhalb von Staaten vergrößert sich die Kluft zwischen Arm und Reich immer mehr. Die daraus resultierende Armut und die Hoffnungslosigkeit bilden den Anstoß für internationale Migrationsbewegungen. Migration und soziale Ungleichheit sind auch in Österreich eng miteinander verwoben. In der wissenschaftlichen und politischen Debatte bleibt dieser Zusammenhang jedoch oft unbeachtet. Und das, obwohl Migration, eines der am heißest diskutiertesten politischen Themen unserer Zeit, eine Folge von sozialer Ungleichheit ist. Grenz-und Migrationsregime verstärken und setzen soziale Ungleichheit auf nationalstaatlicher Ebene fort. In jenen

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