Männer, Frauen und die Mittelschicht

Leider haut das Leben oft die schönsten Zukunftspläne über den Haufen. Dann sind Paare keine mehr, was gemeinsam gereicht hat, reicht für zwei Einzelne nicht mehr. Über den Genderaspekt des Mitte-Themas

Diagnose: Sybille Pirklbauer
Ökonomie, FALTER 40/17 vom 04.10.2017

Ein Artikel zum Genderaspekt beim Thema Mittelschicht könnte ein kurzer Beitrag sein: Man entscheidet sich für eine Definition, welche Einkommen als Mittelschicht gelten, errechnet den Frauenanteil und schon ist die Sache erledigt. Doch so leicht ist es nicht. Denn, wie viele Frauen aus schmerzvoller Erfahrung wissen, ist es bisweilen ein kurzer Weg vom Leben in einer Partnerschaft als Mittelschichtsfamilie zum Dasein in Armut nach einer Trennung. Die Wechselwirkungen zwischen Geschlecht und sozialer Schicht sind eben vielfältig.

Zusammen haushalten

Bevor man sich dem Genderaspekt der Mittelschicht widmet, stellt sich eine grundlegende Frage: Kann ein Individuum überhaupt einer sozialen Schicht zugeordnet werden? Das mag auf den ersten Blick irritieren, denn natürlich besteht jede gesellschaftliche Gruppe letzten Endes aus Einzelpersonen. Aber diese leben nur bedingt als solche. Menschen ziehen gemeinsam in Wohnungen und Häuser und bilden dort - folgerichtig -Haushalte. Sie teilen häufig

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