Kommentar Freiheitliche

Kinder als Polit-Munition: Blauer Wahlkampf ohne Scham


Nina Horaczek

Meinung, FALTER 40/17 vom 04.10.2017

Attacken gegen den politischen Gegner jederzeit, aber dessen Kinder bleiben vom Wahlkampf verschont. So lautet der Minimalkonsens aller politischen Parteien im Land.

Nun schert die FPÖ aus. Vorige Woche rief der niederösterreichische FPÖ-Chef Walter Rosenkranz bei einer Wahlkampfveranstaltung seinen etwa zweihundert Sympathisanten von der Bühne zu, wie die Privatschulen heißen, die die Kinder der SPÖ-Spitzenpolitiker Christian Kern und Pamela Rendi-Wagner besuchen.

Natürlich darf die FPÖ die Sozialdemokraten dafür kritisieren, dass sie ihre Kinder in Privatschulen stecken. Die aufgeschaukelte Fanschar aber ganz konkret darauf aufmerksam zu machen, in welcher Schule der Nachwuchs des politischen Gegners zu finden ist, ist eine geschmacklose Instrumentalisierung und im schlimmsten Fall Gefährdung dieser Politikerkinder.

Die Kinder als Munition für den eigenen Wahlkampf, das passt zur Linie der FPÖ. Noch nie haben die Freiheitlichen Kinder derart instrumentalisiert wie in diesem Wahlkampf.

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