KONTROLLVERSAGEN

Wieso durft en die Pfleger von Kirchstett en trotz schwerer Sadismusvorwürfe weiterarbeiten? Eine Recherche zeigt massive Schwächen im Kontrollsystem der niederösterreichischen Landesregierung


Bericht: Florian Klenk

Politik, FALTER 40/17 vom 04.10.2017

Wie konnte das passieren? Wie konnte es sein, dass zwei jener vier Pfleger, die von einigen ihrer Kolleginnen schwerster Verbrechen bezichtigt wurden - sexueller Missbrauch, Folter und Körperverletzung -, nicht in Untersuchungshaft oder zumindest in einer therapeutischen Einrichtung sitzen? Wie kann es sein, dass sie stattdessen in einem Wiener Pflegeheim arbeiteten, obwohl das Management von den mutmaßlichen Verbrechen wusste?

Als der Falter vergangene Woche enthüllte, dass zwei der vier Beschuldigten des kirchlichen Pflegeheims Clementinum in Kirchstetten wieder wehrlose Patienten betreuen -diesmal im Pater-Jordan-Heim der Salvatorianer in Kaisermühlen -, handelte nicht nur der Fonds Soziales Wien, der auf eine Freistellung drängte, sondern auch die Staatsanwaltschaft St. Pölten.

Nun beantragten die Ankläger die Festnahme der Verdächtigen. Das Gericht setzte jedoch auf das "gelindere Mittel", verzichtete auf Haft und erteilte den Verdächtigen die Weisung, nicht mehr mit alten Leuten

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