Für ein neues magisches Viereck

Ein besseres Leben für (fast) alle. Wohlstand und Wohlergehen der vielen haben sich vom wirtschaftlichen Wachstum zum Teil entkoppelt. Politik und Medien bleiben trotzdem auf Wachstum fokussiert

Poltischer Anstoss: Georg Feigl | Ökonomie | aus FALTER 40/17 vom 04.10.2017

Wie geht es Österreich?" Diese Frage stellt die Statistik Austria seit rund fünf Jahren regelmäßig. In Zeiten, in denen eine diffuse Unzufriedenheit und Abstiegsängste in der Mitte der Gesellschaft weit verbreitet zu sein scheinen, bekommt dieses Thema stärkere Relevanz. Auch wenn es keine einfache Antwort gibt, so ist mit dem Stellen der Frage selbst bereits ein wichtiger Schritt erfolgt: Nachhaltiger Wohlstand, gesellschaftlicher Fortschritt und individuelles Wohlergehen werden damit wieder in die Mitte der öffentlichen Debatte gerückt.

Wohlstand =Wachstum?

In den letzten Jahrzehnten waren diese Ziele in der Wirtschaftspolitik bestenfalls indirekt präsent. Vorrangig ging es um Wirtschaftswachstum, mit dessen Hilfe ein besseres Leben für eine breite gesellschaftliche Mehrheit quasi automatisch erreicht werden sollte. In Zeiten von sehr hohem Wachstum in der industriellen Produktion, war der Zusammenhang en gros tatsächlich gegeben. Mittels kräftiger realer Lohnsteigerungen bei

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