Gefährden Sebastian Kurz' Steuerpläne den Sozialstaat?

Stephan Schulmeister Tobias Thomas | Politik | aus FALTER 41/17 vom 11.10.2017

ja

Stephan Schulmeister

Die neue ÖVP hat sich von ihrer christlichen Soziallehre verabschiedet. Zieht sie ihr Programm durch, dann werden die Reichen reicher und die Armen ärmer

Das Verfahren zur Schwächung des Sozialstaats funktioniert seit 25 Jahren so: Zuerst verspricht man den Bürgern mehr Geld in ihren Taschen (zugunsten der Besserverdienenden), dann steigt das Defizit, und der Staat muss bei Sozialausgaben sparen (zulasten der Schlechterverdienenden). ÖVP und FPÖ planen den gleichen Doppelschritt, ihre Steuerprogramme sind fast identisch, aber verschleiern dies durch falsche Berechnungen und schöne Worte.

Und so geht's: Die ÖVP möchte die Steuersätze in den ersten drei Stufen auf 20,30 und 40 Prozent senken, nicht aber in den beiden obersten Stufen. Davon profitieren -im Gegensatz zur Darstellung von ÖVP-Chef Sebastian Kurz -auch die höheren Einkommen. Die 34 Prozent Einkommensschwächsten profitieren hingegen gar nicht, weil sie zu wenig verdienen, um Steuern zu zahlen.

Das

  1656 Wörter       8 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige