Kritisches Kunstschnöseltum

Der Documenta-Kurator Adam Szymczyk brachte die Kunstwelt gegen sich auf. Nun kam er zu einem Podiumsgespräch nach Wien


REPORTAGE: MATTHIAS DUSINI
Feuilleton | aus FALTER 41/17 vom 11.10.2017

Einen Sommer lang war der polnische Kurator Adam Szymczyk, 47, der meistgehasste Mensch des Kunstbetriebs. Nach seinem Auftritt im Wiener Veranstaltungszentrum Depot am vergangenen Dienstag versteht man besser, warum.

Kommt er oder kommt er nicht? Der kleine Raum war frühzeitig gefüllt und das Publikum gespannt, ob der künstlerische Leiter der Documenta 14 in Kassel auch wirklich eintreffen würde. Und tatsächlich, pünktlich um 19 Uhr betrat Szymczyk das Podium und beantwortete die von Moderatorin Ilse Lafer gestellten Fragen.

Die Großausstellung war in den Zeitungen fast einhellig verrissen worden. Nach dem Ende der 100-tägigen Veranstaltung fehlten fast sieben Millionen Euro in der Kasse, ein Fehlbetrag, der vor allem auf Szymczyks Hauptprojekt zurückgeführt wird. Er inszenierte die Documenta nicht nur in Kassel, sondern auch in Athen. Alle eingeladenen Künstlerinnen und Künstler zeigten ihre Werke sowohl in Deutschland als auch in Griechenland - als politisches Statement zu

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