Die Kammerjäger

Kommt Schwarz-Blau, könnte die Arbeiterkammer erstes Angriffsziel sein. Wer braucht diesen Thinktank der arbeitenden Massen noch?


BESUCH: NINA HORACZEK

Politik, FALTER 43/17 vom 25.10.2017

Sogar bei den Ohrstöpseln gibt es einen Sozialtarif. Für nur 50 Cent verkauft Eva-Maria Spitz vier Stück dieser Plastikstöpsel. Dann können die Besucher der Arbeiterkammer-Bibliothek rauschfrei in einer der 850 Zeitschriften oder in einem der etwa 500.000 Bücher schmökern.

Seit fast vier Jahrzehnten arbeitet Spitz in der Arbeiterkammer (AK). Sie schlichtet Bücher und fährt mit dem Bücherwagerl drei Stockwerke runter in den Tiefspeicher. Fast alles habe sich verändert, seit sie im Jahr 1980 hier angefangen habe, sagt Spitz. "Damals hatten wir ja noch nicht einmal Computer!"

Damals wie heute ist die AK-Bibliothek bloß ein kleiner Mosaikstein im weitläufigen Reich der Arbeitnehmervertreter. Dass eine Interessenvertretung der Arbeiterschaft so viele Bücher habe, liege nicht nur daran, dass die AK sich auch als Bildungsinstitution begreife - inklusive hauseigenem Akzent Theater. Die bestens ausgestattete Bibliothek soll auch junge Menschen anziehen, die noch nicht AK-Mitglied sind,

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