Buch der Stunde

Eine Geschichte über das Erinnern und Verdrängen

Kirstin Breitenfellner | Feuilleton | aus FALTER 45/17 vom 08.11.2017

Am Anfang war die Scham über seinen Namen. Ijoma zu heißen im kleinen Dossenheim bei Heidelberg fiel auf. Deswegen meldete sich Ijoma Mangold am Telefon immer auch mit seinem zweiten Vornamen Alexander. Der Literaturkritiker, geboren 1971 in Heidelberg, begann seine Karriere bei der Berliner Zeitung und ist heute Feuilletonchef der Zeit. Er gehört namhaften Literaturjurys an, hatte Gastprofessuren inne und moderierte Fernsehsendungen. Mit "Das deutsche Krokodil" legt er sein erstes Buch vor, eine Autobiografie, die streckenweise Romanqualitäten aufweist, was zum einen an Mangolds so geschliffenem wie plastischem Erzählstil liegt und zum anderen an der Handlung, die er sich naturgemäß nicht ausgedacht hat.

Mangold wächst behütet auf, seine Mutter ist Kinder-und Jugendpsychologin und nervt ihn ständig mit dem Hinweis auf seine Verdrängungen. An seinen Vater erinnert nur ein dunkelbraunes Holzkrokodil, das gleich einen ganzen Kontinent repräsentiert: Afrika. Der Kinderchirurg aus

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